Manchmal, ja manchmal, da möchte man den Amtsschimmel tätscheln und ihm ein Leckerli zustecken. So wie im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, wo man nicht lange fackelt, wenn es um die Schwächsten in unserer Gesellschaft geht. Mit der Gründung eines neuen Kompetenzteams zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt wird hier ein Ausrufezeichen gesetzt, das lauter ist als jeder noch so gellende Alpengipfel-Jodler. Das Amt für Jugend und Familie hat hier nicht nur einfach eine neue Arbeitsgruppe aus dem Hut gezaubert, nein, hier wurde eine Taskforce geschmiedet, die dem Schutz der Kleinsten eine neue, schlagkräftige Dimension verleiht. Man stelle es sich bildlich vor: Experten aus verschiedenen Fachbereichen, von der Psychologie bis zur Pädagogik, sitzen an einem Tisch, nicht um Däumchen zu drehen und auf die nächste Kaffeepause zu warten, sondern um proaktiv Strategien zu entwickeln, Präventionsketten zu schmieden, die so stark sind wie eine bayerische Eiche. Hier wird nicht gewartet, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist, hier wird der Brunnen kindersicher gemacht. Und sollte doch mal der Ernstfall eintreten, steht ein eingespieltes Team bereit, das weiß, was zu tun ist. Das ist nicht nur beruhigend, das ist vorbildlich. Ein echter Lichtblick in Zeiten, in denen man oft das Gefühl hat, die Mühlen der Bürokratie mahlen langsamer als ein Gletscher kalbt.