Stellen Sie sich vor, Sie ziehen um. Die Kartons sind ausgepackt, die Pizza vom Lieferdienst ist verdaut und der Muskelkater lässt langsam nach. Was fehlt noch zum Glück? Richtig, der gefürchtete Gang zum Einwohnermeldeamt. Ein Ort, an dem die Zeit stillzustehen scheint und die Geduld auf eine harte Probe gestellt wird. Doch halt! Im beschaulichen Peiting hat man diesem Relikt aus analogen Zeiten den Kampf angesagt. Mit der Einführung der elektronischen Wohnsitzanmeldung, kurz eWA, katapultiert sich die Marktgemeinde direkt ins digitale Zeitalter. Das ist nicht nur ein kleiner Klick im System, das ist ein Quantensprung für den bürgerlichen Seelenfrieden. Kein Schlangestehen mehr, keine verlorenen Urlaubstage für einen simplen Verwaltungsakt. Stattdessen gemütlich vom Sofa aus, mit dem Laptop auf dem Schoß, ein paar Daten eingeben und zack – erledigt. Das ist Bürokratie, wie sie sein sollte: schnell, unkompliziert und am Bürger orientiert. Man könnte fast meinen, in Peiting hat jemand verstanden, dass das 21. Jahrhundert nicht nur selbstfahrende Autos, sondern auch eine funktionierende digitale Verwaltung braucht. Ein Vorbild für viele andere Kommunen, die noch im digitalen Winterschlaf verharren. Chapeau, Peiting, für diesen eleganten Salto aus der Amtsstube direkt auf die Datenautobahn!