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Wolfratshausen: Anwohner beendet Dach-Party mit dem Schreckschuss-Argument

Jugendlicher Übermut trifft auf entnervte Anwohner – ein Klassiker, der in Wolfratshausen eine neue, filmreife Eskalationsstufe erreicht hat. Mehrere junge Leute hatten es sich auf dem Dach eines Supermarktes gemütlich gemacht, was einem Anwohner offenbar gehörig gegen den Strich ging. Anstatt jedoch zum Hörer zu greifen, entschied er sich für eine lautstärkere Form der Kommunikation: einen Schuss aus einer Schreckschusspistole. Das Geräusch sorgte nicht nur bei den Dach-Akrobaten für große Augen, sondern löste auch einen Großeinsatz der Polizei aus, die verständlicherweise nicht von einem Platzpatronen-Scherz ausging.

Das Leben in der Stadt ist ein ständiges Geben und Nehmen. Die einen wollen ihre Jugend auf einem Supermarktdach in Wolfratshausen genießen, die anderen einfach nur ihre Ruhe. Als diese beiden Lebensentwürfe kollidierten, kam es zu einem Showdown, der selbst für bayerische Verhältnisse bemerkenswert ist. Ein Anwohner, dessen Geduldsfaden offenbar dünner war als die Verpackung einer Maultasche, hatte genug von der illegalen Rooftop-Party nebenan. Nach einem kurzen, vermutlich wenig ertragreichen Wortgefecht, griff der Mann zu drastischeren Mitteln. Er feuerte aus seiner Wohnung einen Schuss ab. Da weder die Jugendlichen noch die alarmierten Polizeikräfte über hellseherische Fähigkeiten bezüglich des Waffentyps verfügten, ging man vom Schlimmsten aus. Das Ergebnis: ein Polizeiaufgebot, das man sonst nur bei Staatsbesuchen sieht. Zum Glück wurde niemand verletzt und die Lage konnte schnell geklärt werden. Der Schütze, der wohl nur seine Autorität unterstreichen wollte, wurde festgenommen. In seiner Wohnung fand man neben der Schreckschusspistole noch ein ganzes Arsenal an Schlagstöcken und Messern. Man weiß ja nie, wann die nächste Dach-Party aus dem Ruder läuft. Gegen den Mann wird nun wegen Bedrohung und Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt. Eine Lektion darüber, dass man seine Nachbarn vielleicht doch besser zum Grillen einlädt, anstatt sie mit Platzpatronen zu begrüßen.

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