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Penzberger Subwoofer-Oma: Wenn das Hörgerät zum Berghain wird

Zusammenfassung: Nächtliche Ruhestörung ist der Klassiker unter den Polizeieinsätzen. In Penzberg hatte der Fall aber einen besonderen Dreh. Eine ältere Dame beschwerte sich wiederholt über wummernde Technobässe, die ihr den Schlaf raubten. Die Polizei rückte mehrfach aus, fand aber nie eine Party – nur Stille. Des Rätsels Lösung war am Ende so simpel wie genial: Das neue, hochmoderne Hörgerät der Dame war der Übeltäter. Es empfing die Signale eines nahen Stromkastens und verwandelte sie in einen astreinen 4/4-Takt. Ein Hoch auf die Technik, die uns selbst im Alter noch das Gefühl gibt, mitten im Club zu stehen.

Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da, dachte sich wohl das Unterbewusstsein einer Rentnerin aus Penzberg. Immer wieder wählte sie in den späten Abendstunden den Notruf, um sich über unerträglich laute Technomusik zu beschweren. Die Beamten der örtlichen Inspektion, pflichtbewusst wie sie sind, fuhren Streife, lauschten in die Dunkelheit, befragten Nachbarn. Das Ergebnis: Nichts. Kein Rave, keine illegale Party, nicht einmal ein Mofa, das seine Runden dreht. Die Dame wurde langsam als 'schwierig' abgestempelt, doch ein findiger Polizist hatte schließlich den entscheidenden Geistesblitz. Er fragte die Frau nach ihrem neuen Hörgerät. Und siehe da: Das High-Tech-Gerät war so empfindlich, dass es die elektronischen Frequenzen eines nahen Umspannwerks aufnahm und für das Ohr der Trägerin in einen Rhythmus übersetzte, den man sonst nur aus Berliner Kellern kennt. Der vermeintliche Lärm war also eine rein private Vorstellung. Nach einer fachmännischen Neueinstellung des Geräts kehrte wieder Ruhe ein – sowohl in der Nachbarschaft als auch im Ohr der Dame. Ein schönes Beispiel dafür, wie Empathie und ein Blick fürs Detail am Ende zur Lösung führen.

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