Ach, der menschliche Erfindergeist! Wo wären wir ohne ihn? Vermutlich nicht mit einem Polizeieinsatz samt Hubschrauber am Sportplatz in Münsing. Dort hat ein 28-jähriger Hobby-Tüftler am Montagabend unter Beweis gestellt, dass zwischen Genie und 'Was-zur-Hölle-war-das?' oft nur ein schmaler Grat liegt. Mit einer Eigenkonstruktion, die man wohlwollend als 'Schussvorrichtung' bezeichnen kann, wollte er vermutlich Großes vollbringen. Was genau, das ermittelt nun die Kripo Weilheim. Das Ergebnis seines Experiments war jedenfalls beeindruckend, wenn auch nicht im gewünschten Sinne: Ein lauter Knall, eine schwere Verletzung und ein prompter Transport ins Krankenhaus. Man muss dem jungen Mann zugutehalten: Er geht für seine Leidenschaft anscheinend an die Grenzen. Dass diese Grenze kurz vor der Notaufnahme verlief, war so sicher nicht geplant. Die gute Nachricht ist: Es besteht keine Lebensgefahr. Die Lehre aus der Geschichte? Vielleicht doch lieber beim IKEA-Regal bleiben. Das ist zwar auch eine Herausforderung, aber die Explosionsgefahr ist deutlich geringer. Ein Hoch auf die Vernunft und die soliden Produkte schwedischer Möbelhäuser!