
Stell dir vor, du feierst eine nette Sause in Mittenwald, die Luft riecht nach Nadelwald und guter Laune, und am nächsten Morgen wachst du nicht mit einem Kater, sondern mit einer Wirbelsäulenverletzung an der Wertstoffsammelstelle auf. So erging es einem 44-Jährigen, der nach einer Feier leblos aufgefunden wurde. Ein klassischer Fall für die Abteilung 'Was zur Hölle ist hier letzte Nacht passiert?'. Die Kripo Weilheim, die personifizierte Neugier in Uniform, hat nun die Ermittlungen aufgenommen und stochert im Nebel der vergangenen Nacht. Ein Sturz? Ein Unfall? Oder hat da jemand nachgeholfen? Es ist ein Krimi, live aus dem Alpenvorland.
Mittenwald. Allein der Name klingt schon wie der Beginn einer Ludwig-Ganghofer-Verfilmung. Doch was sich dort am Wochenende abspielte, hat eher das Zeug zu einem veritablen 'Tatort'. Ein 44-jähriger Mann, Gast auf einer Feier in der Dammkarstraße, wird Stunden später, um drei Uhr morgens, im Umfeld einer Wertstoffsammelstelle gefunden. Leblos. Nach erfolgreicher Reanimation stellen die Ärzte in der Unfallklinik Murnau fest: Die Wirbelsäule ist schwerst verletzt. Ein Befund, der die Alarmglocken schriller klingen lässt als jeden Wecker am Montagmorgen.
Die Kriminalpolizei Weilheim steht nun vor einem Rätsel, das so verzwickt ist wie ein schlecht gewickeltes Wollknäuel. War es ein unglücklicher Sturz im Zustand feuchtfröhlicher Desorientierung? Ein tragisches Unfallgeschehen, das sich im Dunkeln abspielte? Oder, und das ist die Frage, die für Gänsehaut sorgt, hatte eine dritte Person ihre Finger im Spiel? Der Mann, ein polnischer Staatsangehöriger, kann derzeit nicht befragt werden, sein Gesundheitszustand lässt es nicht zu. Er ist das schweigende Zentrum eines Sturms aus Fragen. Die Ermittler haben daher einen Aufruf gestartet, der klarer nicht sein könnte: Wer hat was gesehen? Jede noch so kleine Beobachtung könnte der Schlüssel zu diesem alpinen Mysterium sein. Es bleibt spannend, fast schon zu spannend für die Idylle.