


Man muss nicht immer nur über die große, weite Welt parlieren, das Gute liegt oft näher als die nächste Autobahnauffahrt. In den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen hat man das verstanden und mal eben den Kulturfonds Bayern angezapft. Herausgesprungen ist ein warmer Regen von 147.600 Euro. Damit werden nicht etwa marode Brücken saniert, nein, hier geht's um die Seele! Das Franz Marc Museum bekommt was ab, ein Streichquartett-Wettbewerb in Bad Tölz darf sich freuen, das Michael-Ende-Literaturfestival in Garmisch kriegt seinen Obolus und sogar die Musikkapelle Partenkirchen bekommt einen neuen Proberaum. Ein klares Statement, dass Kultur nicht nur was für die Schickeria in der Großstadt ist, sondern auch im Oberland eine Heimat hat. Chapeau!

Action in Mittenwald! Manchmal klopft das große, weite Verbrechen auch an die Tür zur Postkarten-Idylle. In diesem Fall wählte es den Lieferanteneingang eines österreichischen Waffengeschäfts. Die Täter, vermutlich in dem Glauben, sie wären die cleveren Ocean's Eleven der Alpen, packten eine beachtliche Menge an Langwaffen ein und machten sich auf den Weg nach Deutschland, genauer gesagt in den Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

Wer dachte, in Garmisch-Partenkirchen dreht sich alles nur um die Zugspitze, hat die Rechnung ohne den Wirt, pardon, den Bürgermeister gemacht. Im August wird die Marktgemeinde zum Schauplatz einer Hightech-Offensive, die selbst James Bond neidisch machen würde. Statt Schlaglöcher mit der Wünschelrute zu suchen, lässt man den Zustand des gesamten Straßennetzes digital erfassen. Ein Scan-Fahrzeug, quasi der 'Google Street View'-Wagen für den kommunalen Hausmeister, checkt jede Ritze und jeden Riss. Das ist nicht nur schrecklich effizient, sondern auch ein Bekenntnis zum Standort. Denn wo die Infrastruktur glänzt, rollt auch der Rubel der Wirtschaft leichter. Vorausschauend, modern, beneidenswert.

Meine Damen und Herren, schnallen Sie sich an! Die Asklepios Stadtklinik in Bad Tölz kriegt eine Finanzspritze, da wird selbst Dagobert Duck blass vor Neid. Fesche 55,25 Millionen Euro vom Freistaat für Umbau und Erweiterung. Wir reden hier nicht von ein paar neuen Blümchenkübeln, sondern von einem runderneuerten Zentral-OP, einer aufgebrezelten Intensivstation mit mehr Betten und einer komplett neuen Geriatrie. Das ist ein Statement, ein dickes, fettes Ausrufezeichen für die Gesundheitsversorgung im Oberland. Da kann man nur sagen: Chapeau, hier wird nicht gekleckert, sondern geklotzt für unser aller Wohl!

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Man stelle sich vor, Alexa bestellt statt Avocados plötzlich 'a gscheide Leberkas-Semme'. Was klingt wie eine feuchte Fantasie aus dem Schottenhamel, wird in Mittenwald zur Realität. Ein neues KI-Projekt, gefördert mit der Großzügigkeit eines bayerischen Landesvaters, soll der künstlichen Intelligenz das heimatliche Idiom beibringen. Eine digitale Charmeoffensive, die dafür sorgt, dass der Dialekt nicht zum musealen Ausstellungsstück verkommt. Statt seelenlosem Tech-Sprech gibt’s bald Antworten mit der Wärme eines Kachelofens. Ein Hoch auf die Lederhose im Algorithmus! Das ist der wahre Fortschritt, den keiner bestellt hat, aber alle brauchen.

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